Garden Route-Tipp: Spaziergang mit Elefanten im Indalu Game Reserve

Garden Route-Tipp: Spaziergang mit Elefanten im Indalu Game Reserve

Da es mit unserem Stopp im Addo-Elefantenpark leider nicht geklappt hatte, wollten wir auf dem Rückweg unserer Garden Route Tour einen Zwischenstopp in Mossel Bay einlegen. Nach etwas Recherche fanden wir dort (…bzw. in der Nähe) das Indalu Game Reserve, was zu unserer Freude einen Spaziergang mit Elefanten anbietete.

Um das Erlebnis nicht nur bei dem ca. 30-minütigen Walk mit Elefanten zu belassen, buchten wir eine sogenannte Übernachtungssafari in einem Chalet.

Tipp: Rechtzeitig buchen. Das Game Reserve verfügt nur über insgesamt zwei Chalets, die sehr gefragt sind!

Am privaten Indalu-Safaripark wurden wir von Gerhard, dem Eigentümer und auch Guide, mit offenen Armen begrüßt – eine sehr herzliche Persönlichkeit. Nach dem CheckIn fuhr uns Gerhard zu unserem Chalet, was sich etwas abseits in einer kleinen Schlucht am Rande des Geländes befand. Bei einem kurzen Rundgang durch die Unterkunft erklärte uns Gerhard die wichtigsten Dinge im Bezug auf Wasser, Küche und der Wildtiere – die eventuell vorbeischauen könnten 😉 Dann machte er sich auch schon auf den Weg und meinte, dass wir in gut einer Stunde für die erste Safari fertig sein sollten…

Wenig später konnten wir auch schon eine Elefantenherde den Hügel zu den Chalets runtermaschieren sehen. Ganz aufgeregt sprangen wir in unsere Flip-Flops und machten uns auf den Weg zum Treffpunkt, welcher gleichzeitig auch eine Fütterungsstätte für Elefanten war und nur wenige Meter von unserem Chalet entfernt lag.

Die Elefanten nutzten den Treffpunkt, um sich von ihrem Spaziergang zu uns, zu erholen. Gerhard und sein Team gaben den Elefanten Wasser und Futter. Wer wollte, konnte die Elefanten auch selbst füttern. Keine Frage, dass wir uns dieses Erlebnis nicht entgehen liessen 🙂 Gerhard verteilte dazu Eimer mit Früchten und Gemüse. Immer mit dabei und an Gerhards Seite, sein Strauss – der einzige im ganzen Game Reserve. Sie war allerdings etwas eifersüchtig auf die Elefanten 😉

Nach der Fütterung marschierten wir für ca. 30 Minuten Seite an Seite mit den Elefanten und durften ihnen so ganz nah sein – ein sehr beeindruckendes Gefühl! Während dieser Zeit erklärte Gerhard uns auch alles über die eleganten und sensiblen Geschöpfe. Sehr informativ und lehrreich!

Gerhard fragte uns dann, ob wir ihm nicht vielleicht bei der Fütterung der anderen Wildtiere behilflich sein wollen. Meine Frau und ich schauten uns nur kurz an und sagten gleichzeitig: klar – sehr gerne! Und so kam es, dass wir nicht nur die Elefanten, sondern auch anderen Wildtieren, wie z. B. Zebras, Impalas, Schildkröten und Kudus ganz nah sein durften. Was für ein Erlebnis!

Wir hätten echt nicht gedacht, dass dieser Nachmittag so ablaufen würde. So herzlich, so unbeschreiblich freundlich. Wir haben richtig gemerkt, dass es Gerhard wichtig ist, uns Vieles über die Tiere in seinem Park zu erzählen und uns eine schöne Zeit zu bescheren. Er war wirklich mit Leib und Seele dabei. Man kann definitiv sagen, dass Gerhard unser Erlebnis zu einem ganz besonderen gemacht hat!

Nach gut 3 Stunden war unser Game Drive zu Ende (…leider!) und Gerhard brachte uns zurück zu unserer Unterkunft. Er gab uns dann noch Tipps auf was wir in der Nacht achten sollten und wie wir ihn, im Falle des Falles, erreichen könnten. Anschliessend wünschte er uns noch einen erholsamen Abend und machte sich auf den Heimweg.

Nach einer ausgiebigen Dusche schmissen wir den Grill an (…wir waren total hungrig) und konnten es gar nicht abwarten unser selbstmitgebrachtes BBQ zuzubereitet…hmm, lecker wars 🙂

Den restlichen Abend verbrachten wir mit einem südafrikanischen Wein (…was sonst ;)) vor dem Lagerfeuer mit Marshmallows und liessen den Tag noch mal Revue passieren. So wirklich konnten wir zu dem Zeitpunkt noch gar nicht glauben, was wir alles erleben durften! Im Grunde hatten wir ja nur einen 30-minütigen Spaziergang mit Elefanten gebucht und endeten als Teilzeit-Wildtierfütterer – absolut spitze!

Später spürten wir dann auch langsam den Wein und zogen uns in unser Chalet zurück. Diese Abgelegenheit, diese Ruhe…traumhaft!

Am nächsten Morgen holte uns Gerhard zur vereinbarten Zeit wieder ab und brachte uns zum Haupthaus. Nach einem Tratsch über unseren unvergesslichen Abend verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Heimweg Richtung Kapstadt.

Fazit: Der Addo-Elefantenpark wäre sicherlich toll gewesen – wahrscheinlich aber touristischer als Gerhard und sein Indalu! Wer also entlang der Garden Route an Mossel Bay vorbeikommt und etwas Besonderes erleben möchte – schaut einfach bei Gerhard vorbei – ihr werdet es definitiv nicht bereuen 🙂

Du hast Fragen zum Indalu Game Drive, dann hinterlasse eine Nachricht im Kommentarfeld – helfe gerne!

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